Bitte, bitte, bitte!

Kultfigur: Am Samstag geht die 800. Folge der Tiervermittlungsreihe "Wer will mich?" auf Sendung. Edith Klinger, Chefin vor und hinter der Kamera und Tiertante der Nation, ist längst zur Ikone geworden.

Stadtleben | Wolfgang Paterno und Christopher Wurmdobler | aus FALTER 19/99 vom 12.05.1999

Edith Klinger kann keine Hände mehr schütteln. Sie ist bereits fertig geschminkt. Und weil ihr Auftrag heftiges Hantieren miteinschließt (Streicheln, Kuscheln, Knuddeln), kann sie ihre sauber manikürten und gepuderten Hände bei der Begrüßung nicht mehr verwenden. Besucher müssen mit dem kleinen Finger vorliebnehmen.

Umgeben von Helfern und Helfershelfern schreitet die Herrscherin im Reich der Tiere für eine weitere Aufzeichnung von "Wer will mich?" vor die Kameras. Sehr einsam sitzt sie dann in den vor zwei Jahren rundum erneuerten Kulissen der Sendung und kämpft wie eine Löwin um das Wohl der Viecher. Auf handgeschriebenen Zetteln ist festgelegt, ob als nächstes der Struppi, die Minki oder der Waldi hereingeführt wird, mit traurigen Augen in die Kamera schaut und, begleitet von Klingers cri de coeur, ein neues Platzerl findet. Hinter den Kameras entgleitet dem Aufnahmeleiter die Übersicht. "Wer ist der nächste? Nehmma den Dingsda?" "Nein, der Rexi ist der nächste", bellt


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