Liebe Leserin, Lieber Leser!

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 20/99 vom 19.05.1999

Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, von einer Leiche angeblickt zu werden. Derzeit gibt es wohl kaum einen Ort, an dem so viele "lebensechte" Tote versammelt sind wie im Prater, wo gerade Gunther von Hagens' Schau "Körperwelten" zu sehen ist. Klaus Taschwer, Sachbuchredakteur und mehrfach ausgezeichneter Wissenschaftsjournalist, Marathonläufer (Bestzeit: 2 Stunden 52) und als solcher derzeit ebenso verletzt wie Falter-Zeichner Tex Rubinowitz (einzige Zeit: 3 Stunden 45), hat von Hagens getroffen und ist in seinem Artikel der Biografie, den Motiven und dem Selbstverständnis eines Mannes nachgegangen, der sich und seinen Hut dereinst in 80 Scheiben geschnitten und plastiniert wissen will. Die Kontroverse um Hagens' "Körperwelten" macht auch vor der Falter-Redaktion nicht halt. Kunstredakteur Vitus H. Weh hat dem Mann mit dem Hut einen kritischen Kommentar gewidmet.

Die Eisheiligen sind ja ziemlich mild ausgefallen. Armin Thurnher ist es schon vorher gelungen, sich tüchtig zu verkühlen,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige