Chefsache Polizeireform

Seinesgleichen Geschieht: Zum Omofuma-Skandal: Was von Innenminister Schlögl zu fordern ist.


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 20/99 vom 19.05.1999

"Jene drei Beamten, die dem bei seiner Abschiebung verstorbenen Schubhäftling Marcus Omofuma den Mund verschlossen haben, werden vorerst nicht suspendiert. Nach Ansicht der Disziplinarkommission erscheint die Versetzung der Beamten zu einer anderen Dienststelle ausreichend, teilte die Polizei heute, Montag nachmittag, mit." So der trockene Text der ersten APA-Meldung.

Skandal, extra dry. Die Tatsachen folgen also auch im Fall Omofuma dem bewährten Muster, nach dem die Polizei mit jenen schwarzen Schafen verfährt, die sich an schwarzen Menschen vergreifen. Es sind lauter Einzelfälle, gewiß, und die Prügelverletzungen, die Zeugenberichte, der Erstickungstod beruhen hauptsächlich auf Einbildung einer aufgeregten Öffentlichkeit. Bis zum Beweis des Gegenteils gilt für die Polizei wie für jeden anderen die Unschuldsvermutung. Man darf nicht müde werden, das zu betonen. Die Polizei betont das ja ebenfalls gern in ihren Aussendungen. Vielleicht kommt "betonen" tatsächlich von Beton.

Die

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