Surfen in China

Kommentar: Das Internet bedeutet das Todesurteil für das Kommunikationsmonopol des chinesischen Regimes.


Raimund Löw
Vorwort | aus FALTER 20/99 vom 19.05.1999

Der beliebteste Ort im mondänen Fong Lian Plaza Shopping Center in Peking ist das Cyber Cafe: Während die Besucher achtlos an den teuren Modeboutiquen mit ihren exquisiten Markenwaren vorbeigehen, gibt es am frühen Nachmittag für einen Platz an einem der etwa zwei Dutzend hochmodernen Rechner lange Wartezeiten. 20 Yuan kostet eine Stunde Internet-Surfen: umgerechnet etwa 30 Schilling. Viel Geld für Studenten, die oft mit ein paar hundert Yuan im Monat auskommen müssen. Der Internet-Boom gehört in China trotzdem zu den einschneidenden Neuentwicklungen der letzten Zeit. Auf mehr als drei Millionen wird die Zahl der regelmäßigen Internet-Surfer geschätzt: Das mag, gemessen an der Bevölkerungszahl, wenig sein. Es ist aber ein wichtiger Teil einer langsam wachsenden Mittelschicht, die am World Wide Web der unbeschränkte Zugang zu Informationen aus der ganzen Welt sowie die geringen Zensurmöglichkeiten reizt.

Welche Internet-Site denn am meisten angewählt wird, will mein des Chinesischen

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