Unmögliche Möbelhäuser

Wirtschaft: Rund um Wien schießen Möbelhäuser aus dem Boden, obwohl der Markt übersättigt ist. Wenn das Eingehen und Zusammenlegen beginnt, könnten neue Einkaufszentren entstehen.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 20/99 vom 19.05.1999

Irgendwann kommt jeder nach Hause. Bloß stellt sich dort die Frage, wie viele Wandverbauten in eine Wohnung hineinpassen. So nörgelt nur, wer Brathuhn nicht schätzt - der Rest der Welt ist glücklich: Möbel Lutz, mit rund 9 Prozent Marktanteil die Nummer zwei am heimischen Möbelmarkt, eröffnete vergangene Woche einen neuen Megastore vis-a-vis der SCS - und lud zum Volksfest: Einstandsdumping (Longdrinkgläser um 4 Schilling, Weintische um 9 Schilling), Deftiges (Grillhendl um 14 Schilling), Hüpfburg, Zauberer, Luftballons sowie das obligate Auto-Gewinnspiel sollten die Wiener neugierig auf die Welser Möbelkette machen. "Am ersten Tag", so Lutz-Sprecher Thomas Saliger euphorisch, "haben wir 14.000 Hendln abgesetzt. Das heißt, daß 17.000 Leute hier waren."

Ob diese Besucherfrequenz des im gegenüber der SCS errichteten Möbelhaus anhalten wird, wird sich weisen. Lage und Größe, sind sich Lutz und Mitbewerber einig, stimmen. Mindestens 15.000 m2 Verkaufsfläche brauchen Möbelhäuser,


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