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Medien | aus FALTER 20/99 vom 19.05.1999

Presseförderung 1 Letzte Woche fand in Linz die Medienkonferenz 1999 statt. Am Ende wurde die "Linzer Erklärung 99" veröffentlicht, in der eine "Kurskorrektur zur Medienpolitik" gefordert wurde. Als zentrale Punkte wurden die Aufhebung der Unterscheidung zwischen Zeitungen und Zeitschriften, eine Grundfinanzierung freier Radios und die Bereitstellung der technischen Voraussetzungen für einen uneingeschränkten Zugang zu digitalen Netzwerken im Bereich der Medienkunst und Informationstechnologie genannt. Kunststaatssekretär Wittmann gestand "große Versäumnisse" ein und kündigte die Förderung "innovativer Medienprojekte" mit zehn Millionen Schilling in den nächsten sechs Monaten an.

Presseförderung 2 Die Vorschläge des Schweizer Prognos-Instituts zur Presseförderung präsentierte letzte Woche das Kanzleramt in Form eines Weißbuchs. Prognos schlägt anstelle des bestehenden Systems, das als "nicht erfolgreich und dringend reformbedürftig" klassifiziert wird, ein 3-Säulen-Modell vor: 1. eine Förderung, die Marktbeherrscher dafür belohnt, daß sie Konkurrenten in den Vertrieb aufnehmen; 2. eine strukturelle Förderung für "nicht marktführende Zeitungen" unter 60.000 Stück Auflage; 3. eine Innovations- und Strukturförderung für ausgewählte Projekte nicht marktführender Zeitungen. Im Modell ist von Presseförderung nach wie vor nur im Zusammenhang mit Tageszeitungen die Rede.

Bartels is back.

Die Fans von Peter "da käst die Milch vor Langeweile" Bartels können aufatmen. Der Mann, der bei "täglich Alles" die Leute zum Lachen brachte ("Babe - sie haben einfach Schnitzel draus gemacht"), beendet seine Pause und wird Chefredakteur der Illustrierten "Neue Revue" im Bauer Verlag.


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