Kommentar: Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 20/99 vom 19.05.1999

Peter Marboe hat geschafft, was bisher noch keinem gelungen ist: Claus Peymann und ich sind einer Meinung. Das kann außer mir zwar zu Recht allen egal sein, ist aber dennoch ein willkommener Anlaß, nochmals auf den von Marboe eingeführten "Theaterdienstag" zu sprechen zu kommen. Den finden wir, Peymann und ich, nämlich beide ziemlich doof.

Zur Erinnerung: Seit Anfang März gibt es am Dienstag an allen Wiener Bühnen (das Burgtheater ausgenommen) ab 15 Uhr und nach Maßgabe der verfügbaren Plätze zwei Karten zum Preis von einer. Der sogenannte "Theaterdienstag" wird von einer ca. zehn Millionen Schilling teuren und ästhetisch zumindest fragwürdigen Plakataktion begleitet und ist Marboes Sofortmaßnahme gegen den sorgenvoll konstatierten Besucherschwund an Wiener Theatern.

Vergangene Woche nun wurde (Zwischen-)Bilanz gezogen: Genau 10.169 zusätzliche Karten wurden an den ersten neun Theaterdienstagen verkauft bzw. verschenkt, im Schnitt also mehr als 1000 pro Dienstag. "Wir haben die


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