The Lusty Man

Film: Im "Hi-Lo Country" hat der Brite Stephen Frears die Melancholie der letzten Cowboys und die Weite des Westens wiederentdeckt.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 20/99 vom 19.05.1999

Der Film hat eine Art Prolog, der ums Jahr 1940 herum spielt. Darin lernt Pete Calder (Billy Crudup), ein junger Farmer, den Lokalmatador unter den Cowboys von Hi-Lo Country kennen: Big Boy Matson (Woody Harrelson) - schon sein Name signalisiert Unberechenbarkeit, ewiges Kindsein, einen Individualismus, der sich nie mit den modernen Zeiten arrangieren wird. Die Zukunft, selbst die des "Wilden Westens", gehört dem industriellen Kapitalismus und Großgrundbesitzern wie Jim Ed Love (Sam Elliott). Und Big Boys haben darin keinen Platz mehr, davon erzählt dieser Film.

Calder und Matson ziehen in den Krieg. Als sie 1946 nach Hause zurückkommen, stehen sie, wie so viele andere kleine Rancher auch, vor dem Ruin; die meisten haben ihr Land mittlerweile verkauft oder, wie Matsons Bruder Little Boy, angefangen, für Love zu arbeiten. Diese Zäsur wird allerdings eher behauptet, als daß Stephen Frears' Inszenierung dem auch visuell Rechnung tragen würde. New Mexico bleibt in "Hi-Lo Country" weiterhin


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