DJs fürs Wohnzimmer

Musik: Vom Club ins Wohnzimmer und zurück: Studio K7 veröffentlichte erstmals DJ-Mixes zum Heimgebrauch auf CD; diese Woche präsentiert sich das Berliner Label mit einigen der beteiligten DJs live.

Kultur | Karl Fluch | aus FALTER 20/99 vom 19.05.1999

Wer, bitte schön, besitzt denn schon zwei Technics-Plattenspieler, ein Mischpult und genügend Tagesfreizeit, um sich jenes Handwerk anzueignen, mit dem internationale DJ-Größen wie Kruder und Dorfmeister oder Andrea Parker ihr Clubpublikum zum Tanzen bringen? Von der dazu notwendigen Software, den Schallplatten, ganz zu schweigen. Diese Frage stellten sich vor etwa drei Jahren findige Köpfe des Berliner Labels Studio K7 und riefen die Reihe DJ Kicks ins Leben. In dieser veröffentlicht das Label seitdem alle paar Monate rund 80minütige Mixes von ausgewählten DJs und Produzenten.

Damit geschah zweierlei: Erstmals in der DJ-Kultur kompilierte DJ Kicks diese Kunstform, die mit der eigenen Wiederverwertung des Pop durch die Revolution des Scratching begann (früher wurden DJ-Mixes höchstens als gebootlegte Tapes gehandelt). Zum anderen finden sich auf den Sets autobiografische Details, die nicht nur die persönliche Neigung der DJs zeigen, sondern auch Einblick in deren Einflüsse gewähren.


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