Weiße Buchwochen

Kulturpolitik: Dieser Tage wird das "Weißbuch zur Reform der Kulturpolitik" präsentiert. Der Versuch, programmatische Vorgaben und pragmatische Umsetzbarkeit auszubalancieren, kann Widersprüche nicht immer vermeiden. Was kein Nachteil sein muß.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 20/99 vom 19.05.1999

Wo stehen wir? Wohin wollen wir? Und wie kommen wir dorthin? Das sind nicht nur die Fragen, denen sich die Menschheit und jede Marketing-Abteilung immer wieder stellen muß, es sind auch diejenigen, die das "Weißbuch zur Reform der Kulturpolitik" zu beantworten versucht. Am 20. Mai wird das gut 200 Seiten und rund 150 Einzelbeiträge umfassende Papier der Öffentlichkeit vorgestellt. Geht es nach Andreas Mailath-Pokorny, dem Leiter der Kunstsektion im Bundeskanzleramt (BKA), dann ist das Konvolut "eine Art Magna Charta der kulturpolitischen Maßnahmen und Forderungen, auf die sich jeder berufen kann" (Mailath-Pokorny im Interview in Falter 18/99).

Eineinhalb Jahre lang wurde das kulturpolitische Grundsatzpapier, mit dessen Erstellung Kunstkanzler Viktor Klima und Kunststaatssekretär Peter Wittmann eine ursprünglich 29köpfige Expertengruppe beauftragten, diskutiert. Bis zuletzt mußten die beiden Endredakteure, IG-Autoren-Generalsekretär Gerhard Ruiss und Bundeskunstkurator Wolfgang


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