Schoko, Erdbeer, Vanille

EISSALONS Über Eisreligionen läßt sich nicht streiten. Trotzdem versuchen Bortolotten, Tichyaner vom besseren Gefrorenen zu überzeugen. Eingefrorene Zanonisten können Tuchläubige und Schwedenplätzer nicht verstehen. Eismacher sind so etwas wie Eisheilige. Die Eissaison hat begonnen.

Kultur | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 20/99 vom 19.05.1999

My god, it's so yummy", kriegt sich die junge Amerikanerin gar nicht mehr ein. Die Rucksacktouristin steht mit tropfendem Stracciatella-Pralinata-Mix und einigen Freunden vor dem Eissalon am Schwedenplatz und ist sich wahrscheinlich gar nicht bewußt, daß sie zufällig eines der fünf beliebtesten Eisgeschäfte der Stadt erwischt hat. "It's gorgeous", stimmen ihre Freunde ins allgemeine amerikanische Eislob ein. Die Amis wissen, wovon sie reden, schließlich führen die USA mit 22 Litern pro Kopf und Jahr die internationale Speiseeisvertilgungsstatistik an. In Europa liegt der durchschnittliche Jahreseisverbrauch bei acht Litern pro Einwohner. Spitzenreiter hier sind die Finnen mit 13,3 Litern jährlich. Mit 6,6 Litern pro Kopf und Jahr liegt Österreich eher unter dem EU-Durchschnitt, obwohl das Angebot mit rund 320 Eissalons (knapp 100 davon in Wien) groß ist und die behördlichen Auflagen streng sind und streng kontrolliert werden. Von 300 städtisch gezogenen Eisproben 1998 war nur


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