Die Quadratur des Röllchens

Neues Lokal: Ein neues Fast-food-Lokal am Petersplatz klingt nach Sekte und erweist sich als Sushi-Replikator.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 20/99 vom 19.05.1999

Schön langsam wird's unheimlich. Denn schön langsam schauen die neuen Wiener Beisln wirklich so aus, wie wir uns die gastronomischen Etablissements des Jahres 2000 vor 25 Jahren vorgestellt haben, bloß daß die davor geparkten Autos nicht fliegen können.

Der aktuellste Biß ins neue Jahrtausend heißt Yohm, hat aber nichts mit irgendeiner Sekte zu tun, wie der Name vielleicht vermuten ließe. Vielmehr mit Thomas Kleedorfer, der sein Leben bisher damit verbrachte, mit Sportartikeln zu handeln, das Grazer Cineplexx lokalmäßig durchzustylen, in Mödling die "Schlosserei" zu gründen und in Ottakring das gelbste Bierbeisl der Bundeshauptstadt mit den tollsten Klos zu etablieren. Sein neuestes Faible heißt aber nicht Bier, sondern Reis, weil der nämlich so gesund und vielseitig ist. Und deshalb dachte er sich um den Reis herum ein Jahr lang ein futuristisches Take-away-Konzept aus: Vier Reisröllchen unterschiedlicher Farbe und Performance in einem durchsichtigen Polypropylenwürfel zum


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