Wer wäscht weißer?

Kommentar: Wann geht das Liebes- und Privatleben von Politikern die Öffentlichkeit etwas an?


Klaus Nüchtern

Vorwort, FALTER 21/99 vom 26.05.1999

Peter Westenthaler, FP-Generalsekretär, ist ein verläßlicher Mann: Seine Reflexe funktionieren. Vor allem der Beißreflex. Lassen wir das einmal als schlampige Metapher stehen und schließen wir nicht aus, daß die Äußerungen, mit denen Haiders Mann fürs Tiefe auf die in News erhobenen Vorwürfe gegen die freiheitlichen EU-Kandidaten Daniela Raschhofer und Peter Sichrovsky reagierte, den Weg übers Großhirn gefunden haben. "Reflexe" laufen ja, wenn ich mich recht erinnere, übers Rückgrat, weswegen der Sprachgebrauch heimischer Sportreporter, die seit Jahrzehnten von den "großartigen Reflexen" eines Goalies zu schwärmen wissen, von meinem Biologielehrer auch so verläßlich gegeißelt wurde wie ansonsten nur noch der schwedische Sozialstaat und die österreichische Sozialdemokratie unter Kreisky.

Zur Erinnerung: Die beiden genannten FP-Politiker wurden beschuldigt, Mitarbeiter-Honorare an persönlich nahestehende Personen bezahlt zu haben - Sichrovsky an seine amerikanische Frau,

  830 Wörter       4 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Alle Artikel dieser Ausgabe finden Sie in unserem Archiv.

Anzeige

Anzeige