Alles wie gehabt

ÖH-Wahlen: Die ÖH-Wahlen sind geschlagen. Die Sozialisten haben die Grünen besiegt. Die homophobe JES ist draußen. Die Bürgerlichen haben das Sagen.

Politik | Nina Weissensteiner / Mitarbeit: Florian Klenk. | aus FALTER 21/99 vom 26.05.1999

Früher, ja früher war alles viel lustiger. Da wurde gefeiert und gesoffen, gelacht und gestritten. Da mußten die Journalisten in der ÖH-Zentrale in der Liechtensteinstraße schon am frühen Wahlabend um ihr Bier kämpfen. Und wenn schon nicht von der ersten Hochrechnung, so waren die Spitzenkandidaten und ihre Anhängerschaft durch das Blitzlichtgewitter der Fotografen oder andere Reizungen einigermaßen benommen. Das war einmal.

Vergangenen Mittwoch, 19.45 Uhr, im ÖH-Büro im 9. Wiener Bezirk: Es ist nicht schwer, die Spitzenkandidaten ihren jeweiligen Mutterparteien zuzuordnen. Jeder trägt seinen Code. Die etwas beleidigten Damen vom VSStÖ ("Ihr habts uns sauber verrissen! Wir grüßen euch nur mehr als Privatpersonen!") haben rot gefärbte Zöpfchen und gewagt geschminkte Augen. Die grüne Kandidatin trägt ein lila Antifa-Proteststrickwestchen, die JES-Kandidatin Aristolook. Der freiheitliche Kandidat, ein Haider-Klon, hat sich in einen blauen Sweater gezwängt, die Kommunisten


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