Grüner Bankraub

Bundesbahn: Die ÖBB wollen ihren Tarifdschungel durchforsten und kippen deshalb Kilometerbank und "Grüne Bank" aus dem Ticket-Angebot. Bahnkunden und Grüne laufen dagegen Sturm.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 21/99 vom 26.05.1999

Über tausend verschiedene Tarife gibt es bei den ÖBB. Zwölf verschiedene Verkehrsverbünde in Österreich bieten ihre eigenen Tarifstrukturen an. Ein Held, wer sich auskennt. Das meinen auch die ÖBB. "Es ist im Sinne unserer Kunden, daß wir eine Vereinfachung der Tarifstrukturen anstreben", meint ÖBB-Sprecherin Angelika Reschenauer, "und da man immer bei sich selbst anfangen sollte, tun wir das auch." Doch undankbar wie die Welt ist, gehen die ÖBB seither in Protestschreiben und -anrufen unter. Zumindest behaupten das die Grünen im Wiener Rathaus.

Proteste gibt es nicht nur, weil die Grünen derzeit auf den Wiener Bahnhöfen eifrig Protestpostkarten verteilen, sondern "weil viele Fahrgäste nicht verstehen, wieso die ÖBB eine kundenfreundliche Ticketvariante auflassen", meint Grünpolitikerin Eva Glawischnigg. Den Unmut der Grünen haben die ÖBB mit ihrer Ankündigung erregt, die Kilometerbank sowie die "Grüne Bank" einzustellen. Beide Tickets waren für den Kunden simpel zu verwenden:


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