Der Propaganda-Krieg

Medienkrieg: Im Luftkrieg der Nato gegen Jugoslawien sind die Medien zur Zielscheibe geworden. Der "Falter" sprach mit dem ehemaligen Chef des unabhängigen Belgrader Radios B 92.

Medien | Branislav Zivkovi'c / Belgrad | aus FALTER 21/99 vom 26.05.1999

Die Nato hat in ihrem Luftkrieg gegen Jugoslawien und durch ihre Bombardements serbischer Städte auch die Sendeanlagen der Medien ins Visier genommen. Das militärische Ziel lautete, das Sendenetz der serbischen Medien und damit die Propaganda der Regierung auszuschalten. Der Proteststurm des Regimes blieb nicht aus. Auch der Vorsitzende der Vereinigung der unabhängigen elektronischen Medien in Jugoslawien und abgesetzte Chef des Milosevi'c-kritischen Radiosenders B 92, Veran Mati'c, verurteilte die Bombardierung öffentlich.

Falter: Wie ist die Haltung der Vereinigung unabhängiger elektronischer Medien hinsichtlich jüngst stattgefundener Angriffe der Nato, bei denen auch die Sitze einiger Radio- und Fernsehstationen in Belgrad getroffen wurden?

Veran Mati'c: Radio B 92 und die Vereinigung unabhängiger elektronischer Medien haben in den vergangenen zehn Jahren im autoritären und kriegerischen Umfeld in Jugoslawien riesige Anstrengungen im Kampf für die Informationsfreiheit unternommen.


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