Lulu auf der Leinwand

Film: Mit "Lulu on the Bridge" hat der drehbucherfahrene Schriftsteller Paul Auster nun seine erste eigenständige Regiearbeit vorgelegt. Der "Falter" sprach mit ihm über den "Lulu"-Mythos und über Traumfrauen, über den Unterschied zwischen Film und (Dreh-)Buch, über Einsamkeit und Teamwork.

Kultur | Daniela Sannwald | aus FALTER 21/99 vom 26.05.1999

Es dauerte eine Zeitlang, bis dem 1947 in Newark / New Jersey geborenen Paul Auster der Durchbruch als Schriftsteller gelang. Mit der Übersetzung seiner 1986 im Original erschienenen "New York Trilogie" wurde er auch im deutschen Sprachraum bekannt und avancierte - unter anderem mit Büchern wie "Im Land der letzten Dinge", "Mond über Manhattan" oder "Die Musik des Zufalls" - schnell zum Kultautor. Für die beiden 1995 herausgekommenen Filme "Smoke" und "Blue in the Face" von Wayne Wang schrieb Auster die Drehbücher, bei "Blue in the Face" war er auch Koregisseur.

Für "Lulu on the Bridge" zeichnet Auster, der mit seiner Frau, der Schriftstellerin Siri Hustvedt, und zwei Kindern in Brooklyn lebt, erstmals allein für Buch und Regie verantwortlich. Es geht um Reminiszenzen an ein nicht gelebtes Leben, um Sehnsüchte, Träume und Erinnerungen. "Lulu on the Bridge" erzählt von der durch einen magischen Stein zustande gekommenen Begegnung des alternden Jazzmusikers Izzy Maurer (Harvey Keitel)


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