"Ist das Ding geladen?"

Film: Handwerk mit Haltung: Eine Viennale-Retrospektive würdigt das Schaffen des amerikanischen Kameramanns und Filmemachers Haskell Wexler.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 21/99 vom 26.05.1999

Fünf Männer haben eine Bank um zweieinhalb Millionen Dollar erleichtert. Weder kannten sie einander, noch kennen sie ihren Auftraggeber: Der Plan, werden die Ermittler irritiert feststellen, war "reine Geometrie". Einer der fünf hinterlegt das Geld auf einem Friedhof in einer Mülltonne. Eine Minute später hält ebendort ein dunkelblauer Rolls Royce, heraus steigt Steve McQueen und beginnt in aller Ruhe, die Geldsäcke in den Kofferraum seines Wagens umzuladen. Die Kamera geht ein Stück zurück, im Vordergrund wird die Inschrift auf einem der umliegenden Grabsteine lesbar: "Blessed are the pure in heart".

Die Szene stammt aus "The Thomas Crown Affair", fotografiert von Haskell Wexler, inszeniert von Norman Jewison; der Film aus dem Jahr 1968 markierte ihre zweite Zusammenarbeit nach dem Polizeidrama "In the Heat of the Night". Effizienter, cooler Kommerz und: state of the art, was die Kameraarbeit betrifft - insbesondere die porentiefen Close-ups und den stilprägenden Einsatz der mehrfach


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