Aufgeblättert

aus FALTER 21/99 vom 26.05.1999

Wer das Nichtstun ebenso wie die Arbeit scheut, findet leicht zum Buch", meinte einst der deutsche Sozialpsychologe Peter Brückner. Die so umschriebene Zielgruppe dieser Kolumne scheint in den vergangenen Jahren allerdings nicht eben größer geworden zu sein: Nach jüngsten Schätzungen sind 300.000 Österreicher im lesefähigen Alter (wieder) Analphabeten. Eine umfassende Kulturgeschichte des Lesens liegt nun mit dem von Roger Chartier und Guglielmo Cavallo herausgegebenen Sammelband "Die Welt des Lesens" vor, der einen weiten Bogen spannt von der Schriftrolle bis zum Bildschirm bzw. von der Erfindung des stillen Lesens in Griechenland bis zu den heutigen Praktiken des "Zappens", das lineare Lektüren mehr und mehr abzulösen scheint.

Mit einer ganz anderen "Geschichte des Lesens" hat der argentinisch-kanadische Literaturdozent Alberto Manguel im Vorjahr einen verdienten Bestseller gelandet. Nun erschien ein weiterer Band mit den reichen Lesefrüchten des leidenschaftlichen Bücherfreundes:


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