Jasmin & Bienengesumm

Literatur: Brita Steinwendtner setzt auf die symbiotische Kraft der Erinnerung und verdichtet Geschichte und Geschichten eines Landstrichs zu einem lyrischen Roman.

Kultur | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 21/99 vom 26.05.1999

Am Ursprung der Steyr, in der oberösterreichischen Eisenwurzen, liegt die Rote Lackn. Grauenvolle Geschichten - von Aufrührern, Mördern und Selbstmördern - ranken sich um diesen Ort, den die Kinder meiden. Für die Frau, die nach langen Jahren in der Welt "da draußen" in die Landschaft ihrer Kindheit zurückkehrt, wird das unheimliche Wasser zum Ausgangspunkt von Sondierungen der blutigen Tiefen der Vergangenheit - von den Bauernkriegen bis zum Dritten Reich und der Nachkriegszeit.

Wie ihre Ich-Erzählerin ist die TV- und Rundfunkjournalistin Brita Steinwendtner, Leiterin der Rauriser Literaturtage, in Hinterstoder und Steyr aufgewachsen. Die erste Prosaveröffentlichung der 1942 in Wels geborenen Autorin erzählt die Geschichte dieser Talschaft und einer "Handvoll Menschen, die in ihr lebten und leben. Ihre Geschichten sind Suchbilder, ich gehe meiner Liebe zu ihnen nach."

Aus Bruchstücken von eigenen und fremden Erinnerungen setzen sich unter dem behutsamen und aufmerksamen Blick


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