Fahr'n mit der Carrerabahn

Kunst: Barbara Holub präsentiert in der Galerie der Secession eine Rauminstallation, die sich mit den Themen "Kindheit" und "Erwachsenwerden" auseinandersetzen.

Kultur | Cosima Rainer | aus FALTER 21/99 vom 26.05.1999

Daß Barbara Holub ausgebildete Architektin ist, ist der Ausstellung anzusehen. Unten im Keller, in der Galerie der Secession, hat sie einen Parcours aufgebaut, der einer strengen Dramaturgie folgt: Im ersten Raum trifft man auf unzählige Sitzkissen, die wie Luftblasen um ein auf den Boden gemaltes Tempelhüpfen-Spiel lagern. "Warumen" heißt dieser zum Herumlungern einladende Ort. Der Titel bezieht sich auf ein vierstimmiges Hörspiel, das über Lautsprecher zu hören ist, kindliche und analytische Fragen einander gegenüberstellt und diese mit theatralisch anmutenden Gesprächsausschnitten mischt. Im nächsten Raum ist dann groß das Bild einer Carrerabahn-Tribüne aufgespannt. In die bevölkerte Modellbauwelt der Formel 1 sind Transparente einmontiert, auf denen Redeweisen zum Thema Kindheit und Erwachsensein zu lesen sind: "Reiß dich zusammen, du bist doch kein Kind mehr" oder "Ich habe geweint wie ein kleines Kind".

Die Transparente und Blicke der Zuschauerfiguren weisen schließlich


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