Pettbergs Predigtdienst (Nr. 357): 30 Jahre SPÖ über Österreich

... In jenen Tagen stand Mose am Morgen zeitig auf und ging auf den Sinai hinauf ... Er RIEF den Namen Jahwe aus ... Es ist zwar ein störrisches Volk, doch ... Ex 34, 4b.5-6.8-9 (1. Lesung am Dreifaltigkeitssonntag [ÖVP - LIF - und Grüne] / Lesejahr A)

Kultur | aus FALTER 21/99 vom 26.05.1999

In der Nacht fährt ein Zug von Innsbruck nach Wien. Es fährt ein Jüngling im Zug, vielleicht 22 Jahre alt, und wagt es, ein russisches Ehepaar, um die 60, zu beflegeln. Sie hätten bei uns nichts verloren. Seit Vranitzky, und unter Klima erst recht, herrschaft ein säuselnder Tonfall der Gelassenheit in der Politik. Ein Ton, den sie, wie die Gebrauchtwagenhändler, in Kommunikationsseminaren gelernt haben. Der Innenminister, ein säuselndes Milchbubi, der Verkehrsminister, ein geschaster Innenminister, der trotzdem Minister blieb, alles geht seinen gelassenen Weg, der vom Spiegel geholte Spitzenkandidat säuselt, daß die Leute behutsam dort abzuholen seien, wo sie stehen, wohin sie aber eine dreißigjährige SPÖ-Leadership verwahrlosen ließ. Die grüne Spitzenkandidatin säuselt, von den Werbeaffen gebissen, als verkaufte sie Pfirsichhautcreme, daß Europa es wert sei, kritisiert zu werden. Ein Saal sozialdemokratischer Konvenienz erstickt in Gelassenheit. Dunkelgrau-schwarz betucht.


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