Liebe Leserin, Lieber Leser!


Klaus Nüchtern
Vorwort | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Justizminister Nikolaus Michalek drängt nicht gerade in die Medienöffentlichkeit und ist zudem einer der wenigen unter seinen Kollegen, die nicht Marathon laufen. Im Gespräch mit Nina Weißensteiner und Florian Klenk nimmt er zum Fall "Mohammed S." Stellung. Zur Erinnerung: Die vom Falter ausfindig gemachten fünf Zeugen, die Polizisten beschuldigen, Mohammed S. mißhandelt und rassistisch beschimpft zu haben, wurden weitgehend ignoriert, ein Verfahren gegen die Beschuldigten eingestellt. Nun läßt Michalek prüfen, ob das Verfahren nicht doch wieder aufgenommen werden muß.

Ebenfalls als Nicht-Marathonis müssen die Chefs der kleinen Oppositionsparteien Heide Schmidt und Alexander Van der Bellen gelten. Im milde stimmenden Ambiente schattigen Volksgartengrüns und in der Gesellschaft der stets besonnenen und umgänglichen Falter-Redakteure Gerald John und Patrik Volf hatten Schmidt und Van der Bellen allenfalls Probleme mit der Freisetzung politischen Adrenalins: Da prallte ein apodiktisches

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