Was war

Politik | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Verurteilung für Konsum-Manager Der Konsum - das war jene Supermarktkette, die noch nach 1989 das Flair des Ostblocks verströmte. Obendrein schlitterte der "rote Riese" 1995 mit 26 Milliarden Schilling Passiva in den Ausgleich. Die Spitzenmanager wurden nun wegen fahrlässiger Krida verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ex-Generaldirektor Hermann Gerharter faßte 180.000 Schilling Pönale und eine bedingte Haftstrafe von zehn Monaten aus. Begründung: Er habe trotz Zahlungsunfähigkeit neue Schulden gemacht und somit die Schädigung von Gläubigern in Kauf genommen.

Was kommt Bakkalaureus Es gibt tatsächlich Leute in der großen Koalition, die trotz Wahlkampf noch arbeiten. SP-Wissenschaftsminister Caspar Einem brachte gemeinsam mit ÖVP-Wissenschaftssprecher Gerhard Lukesch ein Reformpaket für die Universitäten unter Dach und Fach. Ein Eckpunkt: Unis können das dreigliedrige Studium nach anglo-amerikanischem Modell einführen. Die Absolventen des ersten Grades - möglich nach drei Jahren - werden auf die schönen Titel "Bakkalaureus" oder "Bakkalaurea" hören, weiter geht es wie gehabt mit "Magister" und "Doktor". Andere Neuerung: Wer künftig ein Magister- oder Doktoratsstudium beginnt, wird nach einigen Studienplänen eine einjährige Berufserfahrung vorweisen müssen.

Was fehlt Gläserne Parteikasse Glasklar, wie unsichtbar. Gemäß diesem Mottos fand am Linzer Parteitag der FPÖ die für 1999 angekündigte Präsentation der gläsernen Parteikasse nicht statt. Unter dem Eindruck der Affäre Rosenstingl beschlossen die Blauen im Vorjahr, alle Parteibereiche einer bundesweiten Finanzkontrolle zu unterstellen. Der lange Arm der Kontroller reicht allerdings immer noch nicht bis in den letzten Winkel der freiheitlichen Lokalorganisationen, vor allem die elektronische Vernetzung macht Schwierigkeiten. Die gläserne Parteikasse bleibt vorerst ein Luftschloß.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige