"Ein anderes Österreich"

Interview: Grüne und Liberale kämpfen im Superwahljahr ums Überleben. Die Parteichefs Alexander van der Bellen und Heide Schmidt über die Krise der Opposition, Rücktrittsgedanken, das Henne-Ei-Problem und den falschen Allmachtsanspruch der Politiker.

Gerald John und Patrik Volf | Politik | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Der Falter läßt die Opposition näher zusammenrücken. "Noch näher?" fragt Heide Schmidt skeptisch, als der Fotograf sie bittet, mit Alexander van der Bellen den Kopf zusammenzustecken. Dabei verbindet die beiden nicht nur eine kollegial-zuvorkommende Beziehung, sondern auch die Sorge um ihre Parteien. Grüne und Liberale rennen bei den Europawahlen am 13. Juni ums Leiberl. Sollte eine der beiden Gruppierungen aus dem Straßburger Parlament rausfliegen, wäre das nicht nur ein fatales Signal für die Nationalratswahlen am 3. Oktober, sondern auch für die jeweilige Parteikasse desaströs. Davon wollen Schmidt und Van der Bellen aber noch nichts wissen, obwohl beim Gespräch im schattigen Volksgarten bisweilen doch etwas melancholische Stimmung aufkam.

Falter: Die klassische Sportreporterfrage vorneweg: Wie fühlen Sie sich nach den Wahlniederlagen der letzten Woche?

Heide Schmidt: Soll das ein Scherz sein?

Alexander van der Bellen: Die meinen wohl schon wieder die ÖH-Wahlen.

Ist es nicht

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