Gegen den Wind

Stadtgespräche: Vierte und letzte Runde der "Falter"-Gespräche mit den Spitzenkandidaten zum Europäischen Parlament. Der grüne Fraktionschef und Spitzenkandidat Johannes Voggenhuber im Gespräch mit Armin Thurnher.

Politik | Nina Weissensteiner | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Es war eine riesige Baugrube vor dem Bahnhof in Salzburg, die den jungen Voggenhuber in den Siebzigern auf den Plan rief. Vorher war das Politische, das Öffentliche für ihn "banal, fast obszön".

Das große Loch vor dem Bahnhof, "so groß wie der Salzburger Dom", hat ihm, dem unangepaßten 68er, "überhaupt nicht gepaßt": "Was da entstand, war eine Ausgeburt der Bauspekulation, die die schöne Stadt weiter verschandelte", ärgert sich der Fraktionsführer und Spitzenkandidat der Grünen heute noch über die Salzburgsche Baupolitik der siebziger Jahre.

Aus dem Loch vor dem Salzburger Bahnhof wurde ein häßliches Hochhaus, aus Johannes Voggenhuber ein wortgewaltiger Kommunalpolitiker. Mit Herbert Fux ("Wir haben uns oft nächtelang beflegelt") und anderen bescherte er den Grünen schließlich den größten Erfolg der Ökologie-Bewegung: 1977 konnte die "Salzburger Bürgerliste" 17,8 Prozent der Stimmen einholen, Voggenhuber wurde zum ersten grünen Stadtrat Europas (zuständig für Umwelt,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige