Mehr als Plaudern

Zukunftsstrategien: Berlin hat einen, Frankfurt und München auch jetzt bekommt Wien einen Strategieplan für interdisziplinäre Stadtplanung.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Es gibt Dinge, die braucht die Stadt. Müllabfuhr, Verkehrssysteme oder Grünanlagen etwa. Doch neben zu verwaltenden Aspekten des Kommunallebens gibt es noch etwas anderes, eine urbane Metaebene. Einen Ort, an dem die Stadt neu definiert werden kann. Aus diesem Grund gibt es Denkfabriken. Bloß: Irgendwann hat jede Instanz ihre eigene Denkstation, die darauf achtet, daß nur sie Ideen zu den von ihr zu verwaltenden Themenbereichen liefert. So etwas ist zwar wienerisch, aber nicht zielführend.

Noch dazu, wenn Planungs- und Entscheidungsprozesse international immer schneller vonstatten gehen. Zu behaupten, daß Wien träger wäre als andere Städte, wäre unfair, meint Eugen Antalovsky: "In den letzten Jahren haben alle Städte erkannt, daß sie ihr Planungsinstrumentarium verfeinern und interdisziplinär denken müssen." Aus diesem Grund entwickelt derzeit jede Stadt sogenannte "Strategiepläne". Für Wien tut das - im Auftrag der Stadtregierung - Antalovskys "Europaforum". Die Idee kam


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