Der Fall "Dr. C."

Polizist freigesprochen


Florian Klenk
Politik | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Staatsanwältin Roswitha Heinrich ist wegen "strapaziöser Urlaubsvertretung für Kollegen" nicht beim Prozeß erschienen. Ihr Vertreter stellt im Prozeß keine einzige Frage. Der Verteidiger spricht von einem "Wald-und-Wiesen-Fall", bei dem klar ersichtlich ist, "woher der ideologische Wind weht". Wäre Dr. C. ein Waldviertler, so der Verteidiger der Polizisten, "dann würde sich niemand für ihn interessieren. Doch für einen südländischen Typen wird ein sündteures polizeifeindliches Instrumentarium in Gang gesetzt."

Das Verfahren gegen Dr. C., jenen Afro-Österreicher, der behauptet, von Polizisten nach einer Verkehrskontrolle so verprügelt worden zu sein, daß er elf Tage im Spital lag (Falter 48/98), verläuft von Anfang an merkwürdig. Nicht nur die Abwesenheit der Staatsanwältin Roswitha Heinrich, sondern vor allem die enge Kooperation zwischen Justiz und Polizei verwundert. Obwohl Dr. C. bereits am ersten November vergangenen Jahres mit "deutlichen Mißhandlungsspuren" (Unfallchirurg

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