Die schwarzen Schafe

Drogenrazzia: Nach wochenlanger Durststrecke konnte das Innenministerium wieder mit einem Erfolg aufwarten: Was die Drogenrazzia zutage förderte, haben Kleinformat und Blaue schon immer gewußt. Doch wie gefährlich sind Afrikaner wirklich?

Politik | Florian Klenk und Nina Weissensteiner | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Für Gutmenschen war es eine der schwärzesten Stunden: Wochenlang war das Innenministerium in Erklärungsnotstand. Der Tod von Marcus Omofuma brachte die Hoffnung, daß sich das Verhältnis zwischen Polizei und Afrikanern nun endlich normalisieren werde. Dann kam Operation "Spring". Ein voller Erfolg.

Monatelang observierte die Einsatztruppe zur Bekämpfung der Suchtgiftkriminalität (EBS) Dutzende afrikanische Drogendealer. Erstmals lauschten die Fahnder mit Richtmikrofonen in einem China-Restaurant im neunten Bezirk. Am Donnerstag schlug die Suchtgifttruppe zu. 850 Beamte verhafteten 78 mutmaßliche Drogendealer. Rund 60 sitzen derzeit in Untersuchungshaft. 16 davon sind Jugendliche. Nahezu alle gaben sich als Asylanten aus. Manche wohnten in Flüchtlingsherbergen.

Dem nicht genug: Der mutmaßliche Kopf der Drogenbande soll der Everybody's Darling der afrikanischen Intellektuellen-Szene gewesen sein. Ein ärmlich gekleideter Literat, der vor der UNO, im Parlament und in Lesezirkeln auftrat.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige