Chronik: Tabori an der Burg: vom Asyl ins Purgatorium

Kultur | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Mein Kampf von George Tabori (Uraufführung: 5.5.1987, Akademietheater): Der koschere Koch Lobkowitz (Hugo Lindinger, der in den ersten Vorstellungen von George Tabori ersetzt wurde), der jüdische Bibelverkäufer Schlomo Herzl (Ignaz Kirchner) und der Maler Hitler (Günther Einbrodt) begegnen einander in einem Wiener Obdachlosenasyl. Lobkowitz hält sich für Gott, Herzl will unter dem Titel "Mein Kampf" seine Memoiren schreiben, Hitler will an die Kunstakademie. Als Frau Tod (Sonja Sutter) kommt, um Hitler abzuholen, rettet ihm Herzl das Leben. Dafür wird ein Huhn namens Mitzi von einem Herrn namens Himmlischst (Heinz Zuber) in die Pfanne gehauen. Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 1988.

Othello von William Shakespeare (Premiere: 10.1.1990, Akademie): Zum ersten Mal arbeitet Tabori mit dem kongenialen Schauspielerpaar Gert Voss & Ignaz Kirchner zusammen: Voss spielt den Othello mit abfärbender Schminke und tiefem Timbre als gefährlich-faszinierendes Raubtier; Kirchner gibt den Jago


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