Der Mond über China

Film: Peter Chans schöner Film "Hongkong Love Affair" befaßt sich mit den politischen und sozialen Fragen nach der Machtübergabe in Hongkong. Der "Falter" sprach mit dem Regisseur über Sehnsüchte, die Suche nach Identität und die Konflikte zwischen Festland- und Hongkong-Chinesen.

Kultur | Andreas Ungerböck | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Das kommerzielle Kino Hongkongs war und ist nicht gerade dafür bekannt, sich besonders tiefgehend mit sozialen und politischen Fragen auseinanderzusetzen. Selbst das "Ereignis" schlechthin, die Machtübergabe der britischen Kronkolonie Hongkong an China, blieb weitgehend ausgespart oder kam bestenfalls in den sogenannten "Autorenfilmen" vor, deren Marktanteil an der Kinokasse wenig mehr als marginal ist. Es überrascht daher einigermaßen, daß ausgerechnet Peter Chan, bis dahin vor allem als Produzent und Regisseur routinierter und mehr oder weniger gelungener Komödien ("He's a Woman, She's a Man") bekannt, 1996 ein Film gelang, der das erreichte, was man dem klassischen Genrekino Hollywoods oft nachgesagt hat: komplexe soziopolitische Sachverhalte in leicht faßlicher Form umzusetzen.

In "Hongkong Love Affair", so der deutsche Verleihtitel, verarbeitete der heute 37jährige Regisseur alle in Zusammenhang mit dem Machtwechsel relevanten Fragen auf unterhaltsame und berührende Weise:


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