Das Leben, möglicherweise

FERNSEHEN Elizabeth T. Spiras "Alltagsgeschichten" fangen die skurrilen, liebenswerten und weniger liebenswerten Facetten österreichischer Folklore ein. Wie aber kommt es zu jenen Bildern, die dann fürs "Leben" stehen? Und was denken die Menschen, nachdem sie einmal Protagonisten der "Alltagsgeschichten" waren, über ihre Rolle?

Kultur | CLAUDIA E.IRK | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Elizabeth T. Spira spürt in ihren "Alltagsgeschichten" der "schlimmen Folklore" nach, wie sie selbst zu sagen pflegt. Wie aber sehen das jene Menschen, die einst vor der Kamera agiert haben, also Bestandteil dieser Folklore sind? Die 32. Folge der "Alltagsgeschichten", "Schauplatz Kaisermühlen", die erstmals im Juni 1994 ausgestrahlt und mittlerweile bereits dreimal wiederholt wurde, bietet sich geradezu an, sich auf die Spuren Elizabeth T. Spiras zu begeben. Die Folge löste seinerzeit unter den Kaisermühlnern heftige Proteste aus - vom damaligen Bezirksparteiobmann, von Bürgerinitiativen und Privatpersonen wurden zwei Unterschriftenaktionen organisiert. Der Vorwurf der Kaisermühlner: "Als Folge dieser Sendung stehen die Kaisermühlner nun in Österreich als vorwiegend drogensüchtige, alkoholabhängige und grenzdebile Ghettobewohner da", heißt es in einer Aussendung zur Unterschriftenaktion. Spira sieht das ein wenig anders: "Die Folge war ein sehr geglückter Film, eine interessante


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