In Kürze

Kultur | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Paul Sacher gestorben Das Divertimento für Streichorchester von Bela Bartok, das Concerto en re von Igor Strawinsky, zwei Sinfonien von Arthur Honegger und über 250 andere Werke von Komponisten wie Bohuslav Martinu, Hans Werner Henze, Heinz Holliger oder Wolfgang Rihm - sie alle sind entstanden aufgrund der Förderung eines der größten Mäzene dieses Jahrhunderts, Paul Sacher. 1906 in Basel geboren, gründete der ausgebildete Dirigent bereits mit 20 Jahren das Basler Kammerorchester, um aktuelle Musik im konservativen Schweizer Konzertleben zu etablieren; ab Mitte der dreißiger Jahre vergab er (nicht immer ganz frei von seinen stilistischen Präferenzen) regelmäßig Kompositionsaufträge. Die 1986 gegründete Paul-Sacher-Stiftung, eine der bedeutendsten Musiksammlungen der Welt, dokumentiert nicht nur die so entstandenen Werke, sondern verwahrt auch die Nachlässe von Strawinsky und Anton Webern. Vergangene Woche starb Sacher, Großaktionär beim Pharmakonzern Hoffmann-La Roche

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