Rettendes Baywatch

ERSTE HILFE Vergangenen Freitag eröffnete das Rote Kreuz mit der SanArena endlich ein modernes Ausbildungszentrum für Erste Hilfe. Denn die einschlägigen Kenntnisse der österreichischen Bevölkerung sind erschreckend gering.

Stadtleben | SIGRID NEUDECKER | aus FALTER 22/99 vom 02.06.1999

Sie zählt zu den Themenbereichen, die in der Bevölkerung die zwiespältigsten Gefühle hervorrufen. Niemand will sie jemals anwenden müssen, sollte es allerdings einmal zu einem Ernstfall kommen, können schon relativ grundlegende Kenntnisse Leben retten. Erste Hilfe - jeder sollte sie beherrschen, die wenigsten tun's wirklich. Und der Rest ist sich nicht sicher, ob er im Fall der Fälle den Mut hätte, wirklich Hand anzulegen. "Die größte Angst der Leute ist, etwas falsch zu machen", beschreibt Susanne Schunder-Tatzber vom Wiener Roten Kreuz das Grundproblem. Denn theoretisch haben 80 Prozent der Bevölkerung eine Erste-Hilfe-Ausbildung genossen, sei es im Zuge der Führerscheinausbildung oder als Zivildiener. Die Ergebnisse einer Umfrage in Graz, die das Rote Kreuz vor einigen Jahren durchführte, waren allerdings um einiges bedenklicher: Gerade 50 Prozent der Befragten wußten die richtige Notrufnummer der Rettung, nur fünf Prozent kannten die Basismaßnahmen der Wiederbelebung.


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