Unvermeidlich europäisch

Europawahlen: Schon am 12. Juni 1994, als Österreich für den Beitritt zur Europäischen Union stimmte, wußte niemand so genau, was mit diesem Europa anzufangen wäre. Die ersten gemeinsamen Wahlen zum Europäischen Parlament werden daran nichts ändern.

Politik | Patrik Volf und Nina Weissensteiner | aus FALTER 23/99 vom 09.06.1999

Drei Herren und zwei Damen auf einem Podium. Der Diskussionsleiter erklärt Spielregeln, an die sich keiner halten wird. Fünf Minuten Redezeit, Fragen aus dem Auditorium, Buffet. Ursula Stenzel, Daniela Raschhofer, Johannes Voggenhuber, Johannes Strohmayer. Hans-Peter Martin heißt an diesem Abend im Wiener Palais Ferstl Hannes Swoboda. Dennoch: Jeder in dem Quintett könnte mittlerweile bereits die Rolle eines beliebigen anderen auf dem Podium übernehmen. Nie zuvor saßen die Spitzenkandidaten einer Wahl so häufig an einem Tisch und bewarfen sich mit Argumenten. Selbst die eigenen Mitarbeiter haben den Überblick verloren, wie oft sich die Kandidaten in den letzten Wochen begegnet sind. Von Bregenz bis Klingenbach.

Wo einer ist, sind die anderen auch. Die Europäische Union ist nationale Gemeinschaftssache. Schließlich nehmen alle Kandidaten und Parteien für sich in Anspruch, Österreich in Brüssel zu vertreten. Die einen direkt. Etwa Stenzel: "Ich bin für Österreich in Brüssel."


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