"Wir wehren uns"

Interview: Der Wiener FPÖ-Obmann Hilmar Kabas über aggressive Nigerianer, kiffende Grüne und ein Einreiseverbot für Mohammedaner.

Politik | Gerald John und Florian Klenk | aus FALTER 23/99 vom 09.06.1999

Als Hilmar Kabas vor einem Jahr zum Parteiobmann der Wiener FPÖ aufstieg, dachte kaum jemand, daß die bisherigen blauen Kampagnen an Polemik gegen Ausländer noch überboten werden könnten. Doch Kabas schien alles daranzusetzen, die Beobachter eines Besseren zu belehren. Die Wiener FPÖ entwarf Kinderschecks, auf denen vor von Ausländerkindern überfüllten Kindergärten gewarnt wird, und verhöhnte die ÖVP, weil sie der islamischen Glaubensgemeinschaft zum Ende des Ramadans Glückwünsche übermittelt hatte. Vorläufiger Höhepunkt: ein mit der Kronen Zeitung-Schlagzeile "Machtlos gegen 1000 Nigerianer" getiteltes Inserat zum Thema Drogenhandel. Dabei galt der eher unscheinbare Kabas in der FPÖ einst als Vertreter des liberalen Flügels. Als Justizsprecher während der SPÖ-FPÖ-Koalition von 1983 bis 1986 machte er mit liberalen Ansätzen in der Drogenpolitik von sich reden, trat für Liberalisierungen im Strafrecht ein und machte selbst noch am "Putsch"-Parteitag von 1986 in Innsbruck


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