Der Platz, der hat's

Museumsquartier: Langsam kommt die Maschinerie, die bis 2001 den Vorplatz des Museumsquartiers dem Inneren des Kulturbezirkes angemessen gestalten soll, in Schwung.


Thomas Rottenberg
Politik | aus FALTER 23/99 vom 09.06.1999

Es geht sich aus." Wenn Arnold Klotz über den Platz an der Zweierlinie spricht, sind diese vier Worte vermutlich jene, die Wiens oberster Stadtplanungsbeamter mit dem meisten Nachdruck verwendet: "Es geht sich aus." Bis April 2001 nämlich. Dann wird das Museumsquartier in den ehemaligen k. u. k. Hofstallungen eröffnet - und auch der Platz davor soll sich in einem Kleid präsentieren, das dem größten Kulturbezirk Europas keine Schande macht. Die Vorgeschichte ist bekannt: Im Museumsquartier wird fieberhaft gebaut. Alles läuft nach Plan. Allerdings kümmert sich niemand darum, wie sich die Museumsinsel außerhalb der Stallmauern präsentieren wird. Während andere Baustellen - etwa die Gasometer in Simmering - lange vor dem Spatenstich PR-mäßig tief im Bewußtsein der Wiener verankert worden sind, ist der ehemalige Messepalast zwei Jahre vor der Eröffnung in den Köpfen der Öffentlichkeit Terra incognita. Die Anbindung der Insel an die Stadt wird nicht einmal angedacht. Die

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