Presseschau

Medien | Sigrid Neudecker | aus FALTER 23/99 vom 09.06.1999

Wenn es die thematische Tragweite erfordert, kocht der Chef persönlich. Zum Beispiel, wenn eine neue Mitarbeiterin der Krone-Tierecke vorgestellt werden soll. Oder ging es doch darum, die aufwühlende Neuigkeit "Haustiere werden Familienmitglieder" als "erstaunliche" gesellschaftliche Wandlung unter die Krone-Bunt-Leser zu bringen?

Weil doch noch "vor 30 Jahren" ein Drittel aller Befragten Haustiere für Tiere gehalten hat, "Haustiere eben", inzwischen das aber nur noch sieben Prozent fänden, weil eben Trend zum Familienmitglied und so weiter.

Aber das ist in Wirklichkeit ja egal. Schließlich ging es Hans Dichand am Sonntag um etwas ganz anderes. Um die Krone-Leserschaft, "die größte, die es in der Geschichte der österreichischen Presse bei einer Tageszeitung je gegeben hat". Und darum, woher die alle kommen.

"Nicht zuletzt ist es die Liebe zu den Tieren, davon bin ich zutiefst überzeugt, die den beispiellosen Erfolg der Kronen Zeitung ausmacht." Stimmt. Kleinformatige Zeitungen passen einfach besser in Vogelkäfige.


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