Sideorders: Beisl-Urgestein

Stadtleben | aus FALTER 23/99 vom 09.06.1999

Ihre Zahl hat sich während der letzten Jahre dramatisch reduziert, Lebensmittelpolizei, Konkurrenz durch imbissierende Fleischhauer und Supermärkte sowie erhöhte Mieten machten ihnen den Garaus. Nur die besten blieben. Und das ist nicht mal so schlecht, denn schön langsam wird das Wiener Beisl zu so etwas wie einem Qualitätsbegriff. Eine keineswegs vollständige Aufzählung: Ubl, 4., Pressg. 26, Tel. 587 64 37, tägl. 12-14.30, 18-24 Uhr.

Inbegriff und Archetyp. Letzte Veränderungen architektonischer Natur in den dreißiger Jahren, Karte ähnlich geartet. Zeitreise-Maschine, wunderbar vor allem dann, wenn man Nierndln, Leber, Zwiebelrostbraten und Schnitzel liebt. Guter Schankwein.

Pontoni, 7., Burggasse 103, Tel. 522 38 15, tägl. 11-14, 17-1 Uhr.

Bestes beislmäßiges Revival in Wien, perfekte Renovierung des alten Bestandes aus den zwanziger Jahren, wunderschöne Schank. Überirdisch: Mama Pontonis Schweinsbraten.

Barbanek, 11., Fuchsröhenstr. 13, Tel. 749 21 18, Do-Mo 9-23 Uhr.

Vorstadt-Beisl der Extraklasse, alles echt und authentisch, nur das Essen ist besser als erwartet: Regelmäßige Innereien-Wochen, bei denen vor allem die Blunzensuppe und das Bruckfleisch hervorgehoben sein sollen.

Wegenstein, 7., Lerchenfelder Str. 73, Tel. 526 78 72, Mo-Fr 8-24, Sa 9-14 Uhr.

Täfelungsklassiker mit abgetretenem Bretterboden, der Renner sind die hausgemachten Würsteln.

Altes Fassl, 5., Ziegelofeng. 37, Tel. 544 42 98, So-Fr 11.30-15, Mo-Sa 18-1 Uhr, CC: Amex, DC.

Uriges Wirtshaus mit karierten Vorhängen, finster und gemütlich, ambitionierte Hausmannskost mit Ausflügen in die feinere Küche. Großer Garten mit Baldachin, sorgfältig gestaltete Weinkarte.


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