Europa nach der Schlacht

Kommentar: Auch nach dem Ende des Krieges im Kosovo und in Serbien muß eine Lösung für den krisengeschüttelten Balkan erst noch gefunden werden.

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 24/99 vom 16.06.1999

Militärisch ist das Resultat eindeutig: Im Luftkrieg gegen Jugoslawien hat die Nato erreicht, was sie wollte. Entgegen allen Zweifeln militärischer Experten und ungeachtet aller Einwände politischer Kritiker hat der Einsatz von Cruise Missiles und Kampfflugzeugen mit ihren satellitengesteuerten High-Tech-Waffen gereicht, um die Belgrader Führung zur Kapitulation zu zwingen. Am 24. März hatte Slobodan Milosevic'' wütendes Nein zum Friedensvertrag von Rambouillet den Nato-Angriff ausgelöst. Tausende Tote später und in einem nachhaltig zerstörten Land akzeptiert Belgrad nun einen Großteil jener Bestimmungen, die man damals zurückgewiesen hat.

Amerikaner und Europäer sind zu gleichen Teilen die Sieger dieses ungewöhnlichen Waffenganges, in dem der Westen keinen einzigen im Kampf gefallenen Soldaten zu beklagen hat. Wie nie zuvor haben die amerikanischen Streitkräfte eine technologische Überlegenheit ausgespielt, der auf Jahre hinaus weder Freund noch Feind gewachsen sein werden.


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