Schule am Ende

Kommentar: Es ist an der Zeit, Alternativen zu unserem verknöcherten Bildungssystem zu entwickeln.

Christoph Chorherr
Vorwort, FALTER 24/99 vom 16.06.1999

Schulschluß ist's. Pflichtgemäß wird die österreichische Variante der Bildungsdiskussion abgehalten. Die Themen sind so langweilig wie die Erinnerung an alte Schultage: Lehrplanentrümpelung wird gefordert (Unterrichtsministerin Gehrer) statt umgesetzt, Schulbeginn und Dauer der Ferien werden thematisiert, und natürlich dürfen die Lehrergehälter nicht fehlen.

Im Kern ändert sich nichts. Statt den nervenden Schülern ein "Die Lehrer sollen wieder strafen dürfen" entgegenzusetzen (copyright Gehrer), wäre es an der Zeit, Alternativen zu unserem verknöcherten Bildungssystem zu entwickeln und es aus der politischen Zwangsjacke einer Zweidrittelmehrheit zu befreien.

Es geht um die Neuerfindung von Bildung. Vorrangig muß folgende Gleichung gesprengt werden: "Bildung ist gleich Schule." Das Monopol auf Bildung hat derzeit eine Anstalt. Diese funktioniert getrennt vom gesellschaftlichen Leben, ja, die Abschottung ist Teil des Systems. Der Alltag "Lernen" heißt: In einem größeren Zimmer

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