Stadt am Strom

Donauplatte: Vergangene Woche war in der Donaucity, der Modellstadt an der Neuen Donau, Schlüsselübergabe. Ringsum wird eifrig getürmt an Investoren mangelt es nicht. Dennoch sprechen Planer und Developer von verschleuderten Milliarden und vertanen Chancen.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 24/99 vom 16.06.1999

Die Aussicht ist phänomenal: Donaupark. Donau. Wienerwald. Wienerbergturm. Gasometer. Zurück über die Donau: Lobau, Nationalpark, Hainburger Pforte. Wow! Einzig am Andromeda-Tower sieht man nicht vorbei - sondern drüber. Weil der Mischek-Tower höher ist. Das höchste Fertigteilwohnhaus der Welt, 110 Meter hoch. Aber das braucht Ursula Daume nicht zu betonen. Die Sprecherin des Mischek-Baukonzerns weiß, was im 31. Stock zieht: Das Panorama macht die PR-Arbeit. "Die Penthäuser am Dach kosten pro Quadratmeter um die 40.000 Schilling", erklärt Daume. Einige wären noch frei. Weiter unten sind die Wohnungen im Haus der Architekten Elke Delugan-Meissl und Roman Delugan zwar billiger - aber fast alle vergeben: Beinahe die Hälfte der Wohnungen im Plattenturm sind weg, für viele gibt es Vormerkungen. Ab Frühjahr wird besiedelt. "Bis zum fünften Stock", meint Ursula Daume, "ist der Donaupark wie ein Wald vor dem Fenster. Darüber beginnt der Ausblick." Und das Hören. Dort, wo die Donauufer


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