Klein verliert

Kaufkraftströme: Der Wiener ist ein treuer Käufer in "seinen" Einkaufsstraßen. Dennoch sind Konzentrationsprozesse zu beobachten: Große Straßen und Regionen florieren, die Kleinen machen Verluste.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 24/99 vom 16.06.1999

Eigentlich ist es ein Nullsummenspiel: Die Wiener fahren nach Niederösterreich und geben dort Geld aus. Insgesamt etwa 14 Milliarden Schilling pro Jahr. Aber auch die Niederösterreicher steigen gerne ins Auto, um Einkaufen zu fahren. Auch nach Wien: Zwischen 12 und 14 Milliarden niederösterreichische Konsumschillinge bleiben so jedes Jahr in der Bundeshauptstadt. Eine ausgeglichene Bilanz. Im Prinzip könnte Wiens Wirtschaft zufrieden sein.

Ist sie aber nicht. Denn immerhin entsprechen die aus Wien auswandernden 14 Milliarden mehr als zehn Prozent des gesamten Wiener Einkaufsvolumens (rund 129 Milliarden per anno) - und der Großteil davon geht nur ganz knapp über die Grenze. Meist in die SCS. Und rund um das Einkaufsparadies entstehen weitere Shoppingflächen. "Das ist eine Aufforderung an die Raumordnungspolitik", erklärte Vizebürgermeister Bernhard Görg. "Die Kooperation mit Niederösterreich muß intensiviert werden." Gemeinsam mit Wiens Wirtschaftskammerpräsident Walter Nettig


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