Kommentar: Kinoförderung: Der Weisheit letzter Stuß

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 24/99 vom 16.06.1999

Letzten Mittwoch, keinen Tag zu früh, hat Kulturstadtrat Peter Marboe im Gartenbau eine "Wiener Kinoförderung" vorgestellt. Am Donnerstag hielt mit der Eröffnung des Europlex-Cinema in Auhof der erste Vorbote einer "neuen Kinogeneration" in Wien Einzug. Sonntag abend schließlich konnte man, durchaus dazu passend, im Imperial die "leider verschollene" (profil) Krisenkomödie "Die Koffer des Herrn O.F." (1931) wiedersehen; Schauplatz: ein deutsches Kaff namens Ostend, am Rathaus die Inschrift: Lieber zwei Schritte zurück als ein Schritt vorwärts.

Womit wir beim Thema wären. Der Gemeinderat hat für die nächsten drei Jahre eine "Wiener Kinoförderung" von je zehn Millionen Schilling beschlossen. Prinzipiell förderungswürdig sind all jene Kinos, die weniger als acht Säle und 1500 Sitzplätze haben, d.h. alle, mit Ausnahme des Apollo, des Kolosseum und der (kommenden) Multiplexe. Wobei mit "prinzipiell" schon viel zuviel gesagt ist. Die in einem fünfseitigen Papier zusammengefaßten


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