Welt im Zitat

Kultur | aus FALTER 24/99 vom 16.06.1999

Mann im Ohr Tausende singen, doch nur wenige bleiben im Ohr kleben (...)

CD-Kritik im Standard-Rondo. Unangenehme Vorstellung: Pavarotti bleibt im Ohr kleben.

Wes das Herz voll ist Das Herz ist voll, die Hose leer. Wuuuuh, Baby, ah, yeah, m-h-m-h, alright, yeah-yeah-yeah, wuh, yeah!

Ebendort. Hm.

Meinungen und Deinungen Ein Schriftsteller, der Schriftsteller ist, hat nie eine Meinung. (...) Schriftstellertum ist der große Feind des Meinens.

Meinte Peter Handke auf TIV im Gespräch mit seiner Tochter.

Breiige Sprache Und durch das schlechte Gewissen, nur mit Geld zu machen, bringt man dann moralische Werte dazu, die überhaupt nichts zu tun haben mit Wirtschaft, und macht einen scheußlichen Brei aus Geld und Moral und mit diesem Brei oder aggressiven Giftbrei aus Geld und Moral greift man andere Gesellschaften an, die im Grunde nicht viel anders waren.

Zu viele Metaphern, Handke, verderben den Brei!

Klimas Latte Viktor Klima scheint mir unter seiner selbstgelegten Latte durchgelaufen zu sein.

Nicht schlecht, Othmar Karas, wiewohl "unter dem selbstverlegten Rohr" noch ein Spürchen pfiffiger gewesen wäre.

Offene Türen eingerannt Sein Platz in der jede Individualität killenden Großraumbürohalle gleicht einer nach allen Seiten offenen Einzelzelle.

Meint Rudolf John. Wir aber sagen: Eine nach allen Seiten offene Einzelzelle ist besser als jedes Großraumbüro!


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