Die Gegenwart des Blues

Musik: Der 30jährige Sänger und Gitarrist Corey Harris wurde als neuer Meister des authentischen Blues gepriesen. Er selbst sieht das, wie er dem "Falter" erzählte, ein wenig anders und verknüpft die verschiedensten Stränge schwarzer Musik auf eigenständige Weise

Kultur | Wolfgang Kos | aus FALTER 24/99 vom 16.06.1999

I am not a blues man, I am a black man." Der Mann, der das vor sich hinbrummelt, trägt Rastalocken, wird mit dem Sticker-Slogan "Roots Blues" beworben und gilt als Amerikas größte Blueshoffnung seit langem. Auf seiner Homepage findet sich ein Zitat von Dave Matthews, dem Kollegen aus der Rockbranche: "Er ist in den Zwanzigern, aber er klingt, als wäre er tausend Jahre alt." Für einen Feuilletonisten der New York Times bringt er "die Zeit zum Stillstand" und "beschwört die Geister von Robert Johnson und Lightnin' Hopkins".

Pointen über seine mächtige "alte" Stimme registriert der mittlerweile 30jährige Songschreiber, Sänger und Gitarrist ebenso kühl wie Hymnen auf seine atemberaubende Spieltechnik auf der akustischen Gitarre, die ihn als polyglotten Meister historischer Blues-Sprachen ausweist. Prompt bekam er dafür den "W.C. Handy Award" für akustischen Blues und wurde mit seinen ersten zwei CDs, die neben eigenen und sehr zeitgenössischen Songs - wie dem bitteren und polizeikritischen


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