Der Neue

Film: Das Science-fiction-Spektakel "Matrix" setzt neue Standards in der Verbindung von Mensch und Maschine und präsentiert Keanu Reeves als anpassungsfähigstes Modell fürs neue Jahrtausend.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 24/99 vom 16.06.1999

Die Geschichte geht so: Im Kampf einer kleinen Rebellengruppe gegen die weltbeherrschende "Matrix" wird Thomas Anderson (Keanu Reeves), ein Programmierer mit dem Hackernamen Neo, zum potentiellen Erlöser ("The One") "erzogen". Oder besser: umgebaut und auffrisiert für den finalen Showdown. Die Welt anno 1999 ist nämlich nur eine perfekte Simulation: Versorgt mit dem Trugbild einer "normalen" Realität wird die Menschheit längst von künstlicher Intelligenz als Energiequelle genutzt. Oder so ähnlich. "Was ist die Matrix?" - eine der letzten Fragen. Der Film delegiert die reichlich komplizierten, aber nicht sehr komplexen Ausführungen dazu an den wortgewaltigen Rebellenführer Morpheus (Lawrence Fishburne), der Neo und uns aufklärt. In der Inszenierung setzen die Brüder Wachowski vorsichtshalber auf hochgradige Diskontinuität, die sie jedoch nicht über Schnellschnitt erzeugen, sondern über die Ausleuchtung (viel Halbdunkel), die extreme Fragmentierung des Bildes (viele Detailaufnahmen)


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