"So geht das nicht, Pils!"

Verlag: Seit zehn Jahren macht Richard Pils Bücher, seine Bibliothek der Provinzumfaßt inzwischen knapp 400 Titel. Ein Gespräch mit dem Verleger gestaltet sich nicht nur aufgrund seines Zeitmangels schwierig.

Kultur | Wolfgang Paterno | aus FALTER 24/99 vom 16.06.1999

Wenn Sie Fragen an Richard Pils haben, treffen Sie sich mit ihm ja nicht in einem Raum voller Bücher. Zumal seinen eigenen. Sie können dann schon fragen: "Herr Pils, wann haben Sie Ihr erstes Buch gemacht? Von welchem Autor?" Die Antwort ist knapp: "Etwas von Stifter" und "vor etlichen Jahren". Richard Pils hat nämlich, während er antwortet, den Kopf und seine Hände bereits wieder in anderen Büchern.

Also: "Stifter, aber im Moment mache ich zwei Kinderbücher. Hier, von der Angelika Kaufmann." Pils blättert in, nein, streicht über die Seiten von Herbert Achternbuschs Kinderbuch "Karpfen", liest daraus mit leiser Stimme Satz für Satz vor: "Zwei Karpfen schwammen hin und her." Vielleicht ist es dann für Pils genauso wie für den russischen Schriftsteller Anton Tschechow, der einmal über einen Satz aus einem Schulheft gesagt haben soll, daß er sein ganzes Leben lang keinen schöneren gelesen habe: "Das Meer ist groß." Wenn das Telefon läutet, wenn also das Geschäft ruft, muß


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige