In Kürze

Kultur | aus FALTER 24/99 vom 16.06.1999

Richard Sennett in Wien Der amerikanische Soziologe, der an der New York University (und ab Herbst dieses Jahres auch an der London School of Economics) unterrichtet und heuer mit dem Amalfi-Preis ausgezeichnet wurde, hat sich in seinen Büchern mit dem "Verfall und Ende des öffentlichen Lebens" und mit Urbanität befaßt und gehört zu jenen Theoretikern, die noch versuchen, die Gestalt und Wirkungsweise des Kapitalismus zu beschreiben. In seiner jüngsten Publikation "Der flexible Mensch" hat sich Sennett mit den Folgen des "flexiblen Kapitalismus" und dessen Auswirkungen auf die Biografien der von ihm Betroffenen auseinandergesetzt. Sennett zufolge ist die Macht, die im flexiblen Kapitalismus ausgeübt (und hinter flachen Hierarchien verborgen) wird, weniger durchschaubar geworden. Aber auch die Lebensläufe der zwangsflexibilisierten Menschen ordnen sich zu keiner Erzählung mehr, die individuelle Geschichte auf der Folie kollektiver Erfahrung lesbar machte.

Am 17.6, 19 Uhr, spricht


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