Nüchtern Betrachtet: Kassel hat den Groove, Mann!

Kultur | aus FALTER 24/99 vom 16.06.1999

Gibt es etwas Erhabeneres als den Aufbruch der Fernfahrer im Morgengrauen, wenn sie ihre Mützen schwenken, das Gaspedal durchtreten und unter dem Ruf "Hoch nach Kassel" die sonoren Nebelhörner erklingen lassen? Wohl kaum. Und seien wir froh, daß es sie gibt, die tüchtigen Kerle in ihren fetten Lastern, denn wer sonst würde die Baßsaiten (demnächst: Basssaiten) anliefern, deren die Kasseler bedürfen wie eines Bissens Brot, denn nicht umsonst gilt Kassel als die funky bassline Nordhessens. Frankfurt hat das Geld, aber Kassel hat den groove, heißt es ja, und es stimmt. Wir also hoch nach Kassel, Tex, um dort seine Personale zu eröffnen, ich, um zu erklären, daß das schon alles seine Richtigkeit hat. Gibt es etwas Schöneres, als einen Freund zu loben? Wohl kaum. Das Schönste aber ist, einen Freund auf Kasseler Boden zu loben, auch wenn man nachher von einer transsexuellen Fotografin in grimmiger Lederjacke angepflaumt wird, weil die das jetzt nich so gut fand. Dafür muß die


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